Häufige Fragen

Ab wann sollte ich mit meinem Kind zum Zahnarzt gehen?

Wir empfehlen das Kind so bald wie möglich mit zum Zahnarzt zu nehmen. Ab den ersten Zähnen können wir Ihnen wertvolle Tipps für die richtige Mundhygiene und Ernährung geben. Das Kind wird von Anfang an an unsere Praxis und den Besuch gewöhnt und wir können sofort mit dem Vertrauensaufbau beginnen. Halbjährliche Kontrollen (Untersuchungen) sind bei den meisten Kindern ausreichend. Sollte Ihr Kind aber kariesgefährdet oder sehr ängstlich sein, kann es sein, dass wir die Abstände individuell anpassen werden.

Ab welchem Alter sollten die Zähne geputzt werden?

Sobald der erste Zahn da ist, wird auch mit dem Zähneputzen angefangen!
Für Kleinkinder gibt es spezielle Kinderzahnbürste oder Fingerlinge, mit denen die Zähne sanft und vorsichtig gereinigt werden können.

Wie oft sollten Kinderzähne gereinigt werden?

Bis zum 2. Lebensjahr sollten Sie einmal täglich die Zähne mit einer erbsengroßen Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpasta bürsten.
Ab dem 2. Lebensjahr dann zweimal täglich.

Welche Zahncreme soll ich für mein Kleinkind benutzen?

Im Prinzip sind eigentlich alle fluoridhaltigen Kinderzahnpasten geeignet. Bei besonderen Zahngegebenheiten werden wir Ihnen gerne eine speziell angepasste Zahnpasta empfehlen.

Wie lange soll man nachputzen?

Grundsätzlich können Sie den Kindern erstmal erlauben, selbst Zähne zu putzen. Natürlich klappt das noch nicht richtig und es wird hier und da eine Seite vergessen oder gar nur auf der Zahnbürste rumgekaut. Solange die Kinder nicht fließend schreiben können, sollten Sie noch nachschauen und nachputzen. Erst im Alter von 7-9 Jahren ist die Motorik und Geschicklichkeit so weit ausgebildet, dass man dem Kind die Verantwortung für die Mundhygiene überlassen kann.

Warum sind Milchzähne wichtig? Die fallen doch eh bald raus!

Milchzähne sollten so lange wie möglich erhalten werden, weil sie mehrere wichtige Funktionen haben:

  • Zähne dienen grundsätzlich zur Nahrungsaufnahme. Gehen Milchzähne frühzeitig verloren kann es zu gestörten Essverhalten kommen.
  • Durch das Zusammenspiel von Zunge und Frontzähnen kommt es zur korrekten Sprachbildung. Zahnlosigkeit führt häufig zu Sprachproblemen.
  • Milchzähne sind vor allem im Seitenzahnbereich wichtige Platzhalter. Kommt es zu einem Platzverlust im frühen Alter, führt dies mit hoher Wahrscheinlichkeit im bleibenden Gebiss zu Platzmangel und schiefen Zähnen.
  • Zähne zeigen zu können ist schön! Zahnlosigkeit dagegen ist auch den Kleinsten unangenehm und wird von anderen Kindern und deren Eltern negativ aufgefasst und kommentiert. Lassen Sie es nicht soweit kommen!
Was ist Karies? Woher kommen die Löcher in den Zähnen?

Karies ist eine Infektionskrankheit die durch Bakterien entsteht. Die Bakterien sitzen auf den Zähnen und können aus Zucker Säure herstellen und damit unsere Zahnsubstanz auflösen. Es entstehen mit der Zeit Löcher. Babys kommen ohne diese Bakterien auf die Welt und stecken sich von Ihren Eltern damit an. Die Eltern übertragen diese Bakterien v.a. durch das Ablecken eines Löffels oder Schnullers auf Ihre Kinder.
Das Vorhandensein dieser Keime allein führt jedoch nicht zur Zerstörung der Zähne, sondern ist von einer Reihe weiterer Faktoren abhängig. Die Speichelzusammensetzung, das Zahnmaterial, die Anzahl der Keime, die eigene Abwehr, die Fluoridaufnahme und natürlich die Zuckeraufnahme ( die Nahrung der Bakterien) spielen eine große Rolle. Wir beraten Sie gern, wie Sie Ihr Kind schützen können!

Fluoride, wozu?

Fluoride stärken die Zähne indem sie sich in den Zahnschmelz einlagern. Sie bilden eine Art Deckschicht und können bei Säureangriffen sorfort die Remineralisation einleiten. Außerdem dringen Fluoride auch in die Bakterien ein und stören ihren Stoffwechsel. Fluoride sollten eigentlich in den Zähnen wie in einem Reservoir bereitliegen. Da das nicht von Natur aus in ausreichendem Maße vorbereitet ist, kann man zusätzlich "von außen" Fluoride hinzugeben.

Was bringen Versiegelungen?

Manche Zähne haben sehr tiefe Fissuren (Furchen auf der Kaufläche). Tiefe und sehr enge Furchen sind schwer bis gar nicht mit einer Zahnbürste zu reinigen. Bei den halbjährlichen Kontrollen werden wir diese Furchen genau anschauen und entscheiden, ob diese Zähne zur Vermeidung von Karies besser versiegelt werden sollten. Nach entsprechender Reinigung werden die Fissuren mit einem speziellen Kunststoff aufgefüllt (versiegeln) und erleichtern den Kindern somit das Sauberhalten.

Praxis Dr. med. Dr. med. dent. Gudrun Reff · Bindergasse 9 · D-88131 Lindau · T +49 (0)8382 4074-55 · Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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